The Shanes ::: History

Cool und stilsicher spielen die sechs Herren und eine Dame seit 1991 ihre "Hard-Polka" getaufte Mischung aus internationalem Folk, Americana und Rock´n´Roll - und zwar auf einem Instrumentarium, welches origineller, passender und interessanter nicht sein könnte: Akkordeon, Geige, Pedal-Steel, Banjo, Mandoline, E-Gitarre, Bass und Drums! 


 

Dass THE SHANES mittlerweile noch frischer als in den Anfangstagen klingen, liegt daran, dass sie all die Fehler, die Ihre Kollegen in Sachen Folk-Rock machten, stets vermieden haben. Sie leisten sich weder missionarischen Ernst noch bemühten Witz oder Bierseligkeit. Sie verbreiten Partylaune ohne anbiedernd zu sein. Sie tun nicht so als seien sie etwa Iren, Amerikaner oder Russen. Sie sind weder krampfhaft originell noch rein epigonal.  Sie finden einen Mittelweg, auf dem sie alle Kräfte darauf verwenden, sich von allen denkbaren Vorbildern aus dem weitgefassten Folkbereich, Country und Rock diejenigen Elemente zu schnappen, die sie selbst faszinieren. Besonders gut gelingt es ihnen, die leichte Bohéme-Attitüde der Folkszene mit der Kammerwärme des Country und der Power des Rock´n´Roll zu kombinieren.


Bereits kurz nach der Gründung präsentieren sich The Shanes als erstklassige Liveformation, die schnell auch überregional auftritt. Bereits nach einem Jahr kommt die erste, mit geringem Aufwand produzierte CD „Songs From The Urban Country Hell“ (Strangeways/Indigo 1992) auf den Markt und lässt die Fachpresse aufhorchen.


Kathrin Achinger (Kastrierte Philosophen) wird auf die Band aufmerksam und holt sie in ihr Knochenhaus-Studio, wo ein Jahr später unter ihrer Ägide das Album „Polka Hard“ (Strangeways/Indigo 1993) aufgenommen wird. Die (Vinyl-) Singleauskopplung „Love Will Tear Us Apart“ , ein Cover des Joy Division-Klassikers im Hardpolka-Gewand, mit K. Achinger als Gastsängerin, wird vom BBC-DJ John Peel in dessen Radiosendung aufgelegt und versiert zum Underground-Hit in deutschen Indie-Clubs.




Ab 1994/95 touren die "Motörhead des Folk" (taz München) durch ganz Deutschland und das angrenzende Ausland. Anfang 1995 erscheint die EP „These Days“ (Strangeways/Indigo 1995).


1996 nimmt die Band mit der ungarischen Formation Vezerkár in Budapest eine gemeinsame CD auf, die nur auf dem ungarischen Markt und - als streng limitierte Auflage - unter dem Namen „Budapest Sessions“ auf Konzerten erhältlich ist.

Danach unternehmen The Shanes Tourneen in England und Frankreich und es kommt zum Bruch mit Ihrem Hamburger Label Strangeways-Records, die das neue Song-Material für unpassend halten.


1999 folgen Einladungen in die USA zum SXSW-Festival in Austin/Tx und zum Oktoberfest in Houston.


Bereits Ende 1998 in Eigenregie produziert und eingespielt, erscheint 2001 „The Haunted House Of Polka“ (Pinorrekk/Edel), ein starkes Album, welches leider aufgrund ungeschickter Promo der Plattenfirmen keine sehr hohen Verkaufszahlen erreichen kann.


Nach diversen Besetzungswechseln, die die Band zeitweise zurückwerfen, hat sich mit der Verpflichtung von zwei Mitgliedern der ehemaligen Gothic Kultband „aimless“ ab 2002 eine schlagkräftige Truppe versammelt, die sehr rasch die Konzertzahlen der ersten Besetzungen übertrifft.


2003/04 haben The Shanes ein Engagement am Trierer Stadttheater als Mitwirkende und Musiker beim Musical „Shockheaded“ Peter, alle Vorstellungen sind ausverkauft. Davon inspiriert verfeinert die Band ihre Bühnenpräsenz (Outfit, Show, Bühnendeko) und spielt weiter in Clubs und auf Festivals.
Im Februar 2005 erscheint nach recht langer Veröffentlichungspause das harte Album „Pölka“, welches aufgrund der Erfahrungen mit den bisherigen Plattenfirmen nun auf dem bandeigenen Label SUMO-REX im BrokenSilence-Vertieb veröffentlicht wird.


2006 sehen sich Kornelius Flowers (vocals, guitar), Herr Dannehl (bass), Andy Diewald (accordion) und Jörg „Warpig“ Stoffregen (guitar, banjo, mandolin) gezwungen, sich innerhalb kürzester Zeit von 3 Mitgliedern (Drummer Steve Zender, Geigerin Daniela Grünewald und Gitarrist- und Mandoline-Spieler Bernie Bredin) zu trennen. Der Fortbestand von The Shanes schein zunächst gefährdet – doch dann kommen Markus Börgermeister Schu am Schlagzeug (ex-Spy Kowlik, Teenage Idols) und Sebba Nogood aus Tokyo an der Geige.


Noch im gleichen Jahr wird in der neuen Besetzung das Album „Polka over Serbja – live in Chosebuz“ eingespielt – ein fulminanter Mitschnitt des Konzertes beim 16. Festival des Osteuropäischen Films in Cottbus.


Die CD erscheint 2007. The Shanes stecken zu dieser Zeit in einer sehr kreativen Phase und neben den Konzertaktivitäten entsteht bereits das Material für das nächste Studioalbum. Ende 2007 muss Andi Diewald dann aus persönlichen Gründen ebenfalls die Band verlassen. Er wird ersetzt durch „Angry Alex Schuster“, der schon ab 2008 alle Konzerte bestreitet und bei den Aufnahmesessions im Tritone-Studio in Trier das Akkordeon einspielt. The Shanes arbeiten hierbei mit dem Produzenten Mike Butcher, der schon bei Alben von Black Sabbath in den 70ern mitwirkte, 1978 die Gitarre bei „Ca plane pour moi“ von Plastique Bertrand einspielte und in den 80ern mit Marvin Gaye zusammengearbeitet hat. Heraus kommt das großartige und stimmig produzierte „Sqandering Youth“, welches im Mai 2009 in die Plattenläden kommt.


2010 – im 20sten Jahr des Bandbestehens – kündigen The Shanes überraschend eine Abschiedstour an, die noch bis zum Sommer des Jahres andauert. Danach will man, wenn überhaupt, nur noch für exklusive Shows zur Verfügung stehen.
Doch schon kurz nach der offiziellen Auflösung der Band hört Claudia Geppert-Kohnle von der Booking-Agentur TonArt Aufnahmen von The Shanes und überredet die Gruppe, ab 2011 weitere Konzerte zu geben. Da Geiger Seba Nogood aufgrund diverser Auslandsaktivitäten nicht mehr zur Verfügung steht, greift man auf Wolfgang Wehner aus Saarbrücken zurück, der das ganze Jahr hindurch mit The Shanes tourt. Während dieser Zeit treffen die Musiker auf den Pedal-Steeler Matt Dawson. Der in Luxemburg lebende Brite wird nach einigen spontanen Konzerten in die Band integriert, womit vor allem die Americana-Ausrichtung des Sounds neue Blüten treibt. Nach dem Ausscheiden von Wolfgang Wehner stößt der ehemalige Weggefährte Matt Dawson´s – der aus Liverpool stammende Chris Birch dazu. Durch diese neue Konstellation und durch den Geist des Americana beflügelt, entsteht 2012 ein weiteres Album – „ROAD WORRIER“.


Bereits während der Aufnahmen kündigt Akkordeonist Alex Schuster an, sich aus der Band zurückziehen zu wollen, steht aber weitestgehend noch für alle Aktivitäten, insbesondere Live-Auftritte zur Verfügung, bis Anfang 2013 die Serbin Nataša Grujović zur Band stößt und den Platz am Akkordeon einnimmt.


Im April 2013 erschien das Album ROAD WORRIER (SumoRex/BrokenSilence).